Bund Naturschutz in Bayern e.V. - Ortsgruppe Passau
Natur schützen an drei Flüssen

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Fledermausturm Wörth

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1995 wurde der Ortsgruppe von den Stadtwerken ein altes Trafohaus zur Schaffung eines Fledermausquartieres überlassen.
Um Fledermäusen dieses Gebäude schmackhaft zu machen wurde ein Dachboden mit unbehandeltem Holz eingezogen. Leider sind bis zu diesem Sommer keine Fledermäuse beobachtet worden. Glücklicherweise wird aber dieses Quartier regelmäßig von Hornissen und Siebenschläfern benutzt.

Um seinen Namen doch noch gerecht zu werden haben wir uns 2007 entschlossen den gedachten Einflug für die Fledermäuse umzugestalten.
Dazu musste eine Metallblende entfernt werden. Leichter gesagt als getan.Stundenlang plagten wir uns, diese Platte aus der Verankerung zu lösen.Ohne Erfolg.
Erst durch den professionellen Einsatz eines Schneidbrenners konnte die Platte entfernt werden.
Anschließend wurde die eine Hälfte der Öffnung mit Holz verkleidet und auf der anderen Seite ein Nistkasten für Schleiereulen angebaut.
Wir hoffen die Schinderei hat sich gelohnt !

Vielen Dank an Alois, Horst, Rüdiger und Paul !!!

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Hornissennester
mit einem Durchmesser von 40-50 cm. Alois Zechmann neben einem heruntergefallenem Hornissennest

Der Fledermausturm wird besiedelt.
Allerdings konnten wir bisher keine Fledermäuse entdecken sondern hunderte von Marienkäfern in vielen verschiedenen Farben.
Die Marienkäfer (Coccinellidae) die unseren Turm besiedeln variieren von hellgelb bis schwarz. Der in Deutschland bekannteste Marienkäfer, der Siebenpunkt (Coccinella septempunctata) ist sicherlich der am häufigsten vorhandene, aber auch schwarze Käfer mit zwei roten Flecken sind häufig vertreten.
Hier handelt es sich aber laut Helmut Fürsch um den Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis) Er wird auch als Vielfarbiger Marienkäfer oder Harlekin-Marienkäfer bezeichnet. Diese Art kommt aus Japan und China und wurde nach in Europa zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingeführt. Er bildet große Schwärme die in Häusern überwintern.
Bei einem Blick in den für Schleiereulen gebauten Nistkasten konnten zwar keine Hinweise auf Schleiereulen gefunden werden, dafür aber ein großes Hornissennest. Um den Schleiereulen das Nisten zu erleichtern wurde jetzt eine Streu aus Rindenmulch eingebracht und ein Guckloch in die Wand geschnitten um den Kasten überprüfen zu können ohne etwaig dort nistende Schleiereulen zu stören.
Bei einem weiteren Besuch im Dezember und genauerer Untersuchung fanden wir Kotstellen am Boden bei denen es sich vermutlich um die Ausscheidungen von Fledermäusen handelt
.

Wir berichten zu gegebener Zeit hier weiter über das Geschehen im Fledermausturm.

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